Die Zeiten des langweiligen braunen Kartons sind vorbei! Eine gewagte Aussage, aber zweifelsohne eine, die zum Nachdenken anregt. Zwar wird er immer noch gern verwendet, um Online-Bestellungen sicher zur gewünschten Adresse zu bringen, doch ein Favorit ist das einfarbige Gebilde aus Holzfasern längst nicht mehr. Das Unternehmen Enviropack hat diesen Trend längst erkannt und setzt vermehrt auf Lösungen, die Farben und bunte Aufdrucke beinhalten. Auch immer mehr Online-Versandhäuser setzen auf solche neuen Ideen, um ihre Pakete von der Konkurrenz abzuheben.

Ein Karton muss nicht immer nur ein Behältnis sein. Er kann so viel mehr! Richtig gestaltet, besitzt er Wiedererkennungswert. Er weckt die Vorfreude im Empfänger, die ihn voller Spannung auf die Ware im Inneren hoffen lässt. Er hebt sich von den Kartons der Konkurrenz ab. Er verleiht sowohl dem Produkt in seinem Inneren als auch dem Unternehmen, von dem er kommt, die gewünschte Seriosität und Professionalität.

Ein guter Karton kann kommunizieren: Durch Aufkleber und Etikette kann ein gut ausgezeichneter Karton Hinweise auf sein Inneres geben und somit Hinweise auf gefährlichen, zerbrechlichen oder wertvollen Inhalt liefern.

Auch Klebebänder sind wichtig für eine gut gestaltete Verpackung: Bunte Klebebänder können die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich ziehen, während sie immer noch ihre Aufgabe, das Verschließen des Pakets, erfüllen. Hierdurch wird, langsam aber sicher, das braune Paketband, das so viele Jahre lang der Standard für Verpackungen war, von seiner Spitzenposition verdrängt.

Die individuelle Verpackung ist seit einiger Zeit auf einem Siegeszug: Sie hinterlässt einen bleibenden Eindruck beim Kunden, wodurch er positiv in seiner Meinung vom Produkt beeinflusst wird. Auch im Einzelhandel wird immer deutlicher, dass Verpackungen einem hohen Standard entsprechen müssen. Fällt die Verpackung im Regal nicht auf, wird der Kunde sich nicht angesprochen fühlen und stattdessen zum Produkt der Konkurrenz greifen. Natürlich gibt es einige Vorgaben vom Gesetzgeber, beispielsweise bei Schockbildern und Verbraucherhinweisen auf Zigarettenschachteln. Hier muss genau auf die richtige Größe und Farbe geachtet werden, da das Produkt sonst gegen Auflagen verstößt. Auch der praktische Nutzen darf nicht außer Acht gelassen werden: Strichcodes müssen gut lesbar angebracht sein, die Verpackung muss stabil sein und muss zum Produkt passen. So wäre ein Pappkarton als Verpackung für einen Fertig-Eintopf, aus offensichtlichen Gründen, gänzlich ungeeignet. Doch die ästhetische Funktion ist das Bindeglied zwischen Kunden und Produkt: Das Aussehen und die äußere Wirkung der Verpackung verleiten schließlich zum Kauf. Jedoch kann hier, in Ausnahmefällen, gelten: Weniger ist mehr. Eine schlichte Verpackung fällt möglicherweise zwischen den bunten und eindrucksvoll gestalteten Paketen der Konkurrenz stärker ins Auge.